vom 14.05.2002

Im letzten Jahr entstanden an der Hohndorfer Halde, im Rahmen eines ABM Projekts, zwei kleine Teiche. Der obere wird seit her als Feuerlöschteich genutzt, der untere wurde dem Hohndorfer Aquarien Terrarien Verein, vom Hohndorfer Bürgermeister, Herrn Heiland, zur Gestaltung eines Biotops übergeben. Mit diesem Bericht möchte sich nun der Verein bei Herrn Heiland und den fleißigen Händen von der ABM bedanken, welche mit viel Fleiß, Kreativität und Einsatzbereitschaft den Grundstein für ein neues Biotop gelegt haben.

Der Aquarien Terrarien Verein hat sich vorgenommen mit diesen Kleingewässer einen Zufluchtsort für die bedrohten Kleintiere unsrer Heimat zu schaffen. Allen voran seien hier bestimmte Stichlingsarten, Bitterlinge, Teichmuscheln, verschiedene Lurche und andere Kleinfischarten genannt. Kein Platz soll hier für Goldfische, Karpfen, Barsche, Hechte und andere Groß Fische sein, die eben den bedrohten Arten auch in unseren Natürlichen Gewässern das Leben schwer machen. Karpfen und Goldfisch fressen den Laich und die Kaulquappen unserer Frösche und Molche. Barsch und Hecht könne so kleine Gewässer binnen kürzester Zeit leer fressen. Es bleiben dann meist nur sich schnell vermehrende Fischarten wie Plötze und Moderlischen. Aber selbst das Moderlischen könnte bald auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen, da ein eingeschleppter Fremdling, der Blaubandbärbling sich noch schneller vermehrt und so unser einheimisches Moderlischen verdrängt.

Jetzt könnte natürlich der ein oder andere sagen Goldfische sehen doch schön aus, mit ihren Roten Farben. Es ist aber nun mal so das die in jedem Gartenteich schwimmen. Aber auch in unserem Teich wird es bald etwas zu sehen geben. Im Frühling die sich dann rot färbenden Stichlingsmänchen bei ihrem Hochzeitstanz, der meist in der Nähe des Ufers statt findet. Im Sommer die kleinen Kaulquappen die dann als junge Frösche das Wasser verlassen und bis in den Herbst hinein bunte Libellen in allen Farben und Größen.

Bis dahin ist aber noch ein gutes Stück Arbeit. In der Umgebung des Teiches wächst das Japanische Springkraut. Eine alles überwuchernde eingeschleppte Pflanze. Sie zu bekämpfen wird viel Schweiß und Arbeit kosten. Leider wurden, sicher mit guter Absicht, drei kleine Karpfen eingesetzt, diese müssen nun wieder gefangen und umgesetzt werden.

vom 05.05.2002

Am Sonntag den 21.04.2002 fand ein erster Arbeitseinsatz statt, bei dem mit der Bekämpfung des Japanischen Springkrauts begonnen wurde und erste Tiere und Pflanzen eingesetzt wurden. Zu den ersten Bewohnern Zählte der dreistachlige Stichling, Leich des Grasfrosches und Erdkröten. Ein Bergmolchmänchen hatte den Tümpel schon von ganz alleine entdeckt und in Besitz genommen. An ersten Pflanzen wurden Gelbe Schwertlilie, Igelkolben, Tannenwedel und Sumpfcala gepflanzt.

Ein Jahr Biotop an der Halde

Als Bürgermeister Heiland, Anfang des vergangenen Jahres, den Hohndorfer Aquarien Terrarien Freunden, die im Jahr 2001 von der ABM angelegten beiden kleinen Teiche am Breitscheidberg zur Hege überlies, konnte noch keiner ahnen, wie schnell sich in dem trüben Wasser des unteren Teiches üppiges Leben entfalten sollte.

Im Frühjahr wurden am Ufer des Teiches die ersten Sumpfpflanzen ausgepflanzt. Wenig später hielten dann auch die ersten Tiere Einzug. Hierzu zählten vor allen Stichlinge, Bitterlinge und Teichmuscheln. Allerdings hatten schon einige Bergmolche und Erdkröten den Teich viel früher bevölkert. Deutlich waren Ende Frühjahr die schwarzen Leichschnüre der Erdkröten sichtbar. Leider war nach einigen Wochen fast kein Krötenleich mehr zu sehen. Vermutlich wurde er von einigen Karpfen, die leider von unbekannten eingesetzt wurde, gefressen. Mitte Juni war das Ufer Pech schwarz gefärbt. Bei näherem Hinsehen, stellte sich heraus, dass es am Ufer des unteren Teiches von Kaulquappen nur so wimmelte. Sie waren überall im Wasser schwimmend, auf dem Grund sitzend und an den Stengeln der Wasserpflanzen hängend. Wo man hin sah überall am Ufer wimmelte, wuselte und quirlte es. Einige Wochen später waren alle verschwunden. Doch am Ufer hüpften überall kleine schwarze Erdkröten. Sie waren kaum einen Zentimeter lang und waren einfach überall. Man konnte keinen Fuß vor den anderen setzen ohne zu befürchten, eines der kleinen Wesen zu zertreten. Die meisten der kleinen Kröten, werden ihr zu Hause wohl in ein der Umliegenden Schrebergärten finden. Dort werden sie in der Nacht nach Schnecken, Fliegen, Asseln und anderen Schädlingen jagen. Nach drei Jahren sind sie dann ausgewachsen und die Gärten um einige Schädlinge ärmer. Vielleicht finden sie dann denn Weg zurück in das Biotop an der Halde und sorgen für die nächste Generation ihrer Art.

Aber nicht nur die Erdkröten haben sich gut im Biotop eingelebt. Vor allen die Stichlinge haben sich prächtig entwickelt. Ende Sommer konnte man überall zwischen den Pflanzen am Ufer im flachen Wasser winzige Fischen beobachten. Sie waren vor einigen Tagen aus Burgen geschlüpft, welche die Stichlingsmännchen aus abgestorben Pflanzenteilen gebaut hatten.

Die Fortpflanzung der Stichlinge ist sehr interessant. Die Männchen Färben sich zu Anfang der Fortpflanzungszeit am Bauch Rot. Sie beginnen dann alte Pflanzenteile zu kleinen Haufen zusammen zu schlichten. Durch den Haufen bohren sie dann eine Röhre. Wenn die Burg fertig ist, führen sie über ihr den Hochzeitstanz aus. Man kann sie dabei recht gut vom Ufer beobachten, da die Nester meist dicht am Ufer errichtet werden. Die Weibchen, die in dieser Zeit leicht an dem erhöhten Bauchumfang zu erkennen sind, werden von den Tanzenden Männchen angelockt. Beide Tiere schwimmen nebeneinander in die Röhre der Burg, wo das Weibchen seine Eier legt. Nach der Hochzeit vertreibt das Männchen das Weibchen und wirbt um weitere Weibchen. Ein Männchen leicht mit vielen Weibchen ab. Wobei für die Weibchen die Männchen bevorzugen, welche besonders schön gefärbt sind, eine große Burg haben oder besonders gut tanzen. Nach einigen Tagen Schlüpfen die kleinen Stichlinge die wie zu vor die Eier noch einige Zeit von ihrem Vater bewacht werden. Dann suchen sie im flachen Wasser der Uferzone Schutz. Schauen sie doch bei einer ihrer Spaziergänge im Frühjahr oder Sommer mal am Biotop am Breitscheidberg vorbei, Vielleicht können sie ja ein Stichlingsmännchen bei seinem Tanz beobachten.

Auch wenn im ersten Jahr sich das Biotop so gut entwickelt hat, so bleibt doch noch eine Menge zu tun. In diesem Jahr soll sich die Aufmerksamkeit der Hohndorfer Aquarien Terrarien Freunde vor allem auf die Flächen in unmittelbarer nähe des Ufers richten. Hier wächst der Zeit das japanische Springkraut. Eine Pflanze die aus Asien eingeschleppt wurde. Sie wuchert sehr stark, verdrängt einheimische Pflanzen und bietet den Tieren kaum Unterschlupf und Lebensraum. Darum soll die Pflanze in mehreren Arbeitseinsätzen im diesem Jahr bekämpft werden und an deren Stelle einheimische Büsche und Sträucher gepflanzt werden.

vom 10.05.2003

Am Sammstag den 05.04.2003 begannen kurz entschlossen 3 Vereinsfreunde die ersten Sträucher auf der Fläche Rechts und links vom Zulauf zu pflanzen. Es wurden wilde Rosen und Weiden gepflanzt. Die Strächer sollen das japanischen Springkraut verdrängen und Lebensraum für Kleintiere schaffen.

vom 10.05.2003

Am Donnerstag den 10.04.2003 wurde bei einem Rundgang bemerk, das sowohl Frösche als auch Kröten bereits abgelaicht haben. An einigen stellen Zeigen sich schon wieder die Spitzen des japanischen Springkrauts und der gemauerte Zulauf ist durch den Frost stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Teilweise Stehen die Flächen rechts und links des Zulaufes unter Wasser. Beim kommenden Arbeitseinsatz werden wir hier aktiv werden müssen.